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Dornburger Schlösser
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Deko DORNBURGER SCHLÖSSER

Nicht weit von Jena entfernt liegen die Dornburger Schlösser. Carl August Christian Sckell (Goethezeit) sagte zur Lage Dornburgs folgendes: "Dornburg lät an enner dummen Ecke". Das kleine Städtchen Dornburg liegt wirklich hinter einem 90 Meter hohen, schroff abfallenden Muschelkalkfelsen, und ist dadurch vom Tal aus nicht zu sehen, nur die drei Dornburger Schlösser sind von weitem schon sichtbar. Von der Schlossanlage aus bietet sich ein wundervoller Blick auf die Saale.

Zum ersten Mal wird Dornburg in einer Schenkungsurkunde Ottos I, im Jahre 937, erwähnt. Die Burganlage diente zur Sicherung der Ostgrenze des frühfeudalen deutschen Staates. Es ist geschichtlich belegt, daß Otto I. in Dornburg an der Saale ein Kaiserhaus anlegte. Herr über Dornburg war seit 1083 Markgraf Wiprecht. Er erhielt Dornburg von Heinrich IV. für seine Verdienste im Krieg gegen Papst Gregor VII. Die Thüringer Landgrafen übernahmen die Burg und die dazugehörige Stadt Dornburg im Jahre 1130. Die Nachfolger der Thüringer Landgrafen waren die Schenken von Vargula. Sie erhielten Dornburg als Reichslehen. Im Jahre 1343 wird zum ersten Mal Dornburg als Stadt erwähnt. Die Schenken von Vargual übergaben Dornburg später an die Grafen von Schwarzburg.

Im Thüringer Grafenkrieg eroberte Markgraf Friedrich die Dornburger Herrschaft. In diesem Krieg wurde die kleine Stadt fünf Wochen lang belagert und gebrandschatzt.

Nach dem Sächsischen Bruderkrieg 1485 wurde Dornburg albertinisch. Im Jahre 1547 gehörte Dornburg der Ernestinischen Linie des Hauses Wettin. Von den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg blieb Dornburg verschont, aber wie in vielen anderen Städten tobte auch in Dornburg die Pest.

Die Dornburger Schlossanlage besteht aus dem Alten Schloss, dem Rokokoschloss und dem Renaissanceschloss oder Goethe-Schloss. Als Museen werden heute das Rokoko- und das Renaissanceschloß genutzt. Das Alte Schloss ist das Tageszentrum der Jenaer Universität. Führungen sind vom Tagesbetrieb abhängig.

Das Rokkokoschloss wurde zwischen 1736 und 1740 von Gottfried Heinrich Krohne erbaut. Viel Licht flutet in die Räumlichkeiten dieses Schlosses hinein. Jeder Raum besitzt Fenster nach mindestens zwei Himmelsrichtungen. Die Originalausstattung der Räume ist noch vorhanden. Porzellanliebhaber finden in dem kleinen Porzellanzimmer wunderschöne alte Stücke zum Bestaunen. Sehr schön ist auch der Musik- oder Festsaal, der sich im Obergeschoss des Schlosses befindet.

Dornburger Schlösser
Frau Dr. Rödenbeck
Max-Krehan-Str. 2
07774 Dornburg

Tel.: 036427/ 21 51 30


Info

Öffnungszeiten 2018:

Renaissanceschloss und Rokokoschloss:

April - Okt.:

täglich außer mittwochs, von 10.00 - 17.00 Uhr

Die Gartenanlage ist täglich von 7.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Während der Öffnungszeiten Führungen über die Schlossverwaltung (zwei verschiedene Kostümführungen) oder über Dornburg Tourist.

 

Eintrittspreise 2018:

Normalpreis: 2,50 €
Erm.: 2,00 €


 

In den Räumen des Rokokoschlosses finden Sie Möbel verschiedener Stilepochen. Vom Schloss aus können Sie in den Kleinen Barockgarten sehen.

Im Renaissanceschloss weilte Goethe vom 7. Juli bis zum 11. September 1828. Untergebracht war er in der im Schloss befindlichen "Bergstube". Von hier aus genoß er den Blick ins südöstliche und südwestliche Saaletal hinein. Bei seinen Aufenthalten in Dornburg lebte Karl August im Kaminzimmer des Renaissanceschlosses.

 

Jedes Jahr im August findet die Dornburger Schlössernacht statt. Dieses Jahr findet die 7. Schlössernacht am 25. August statt.

 

© Text und Fotos oben: Sylvia Wentzlau

 

 

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